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1998 war die Schweiz nicht nur das Schwerpunktthema auf der 50.
Frankfurter Buchmesse (»Die Schweiz in der Welt, die Welt in der
Schweiz«), die Schweiz feierte auch das historische Datum 1848 ihrer
eigentlichen Staatsgründung, zugespitzt auf ihren Nationalfeiertag am
1. August 1998. Das geschichtsträchtige Datum, das auch mit Erin-
nerungen an das Ende der »alten Schweiz«, des »Ancien Régimes«
von 1798 verbunden ist, bot die Gelegenheit, atmosphärische, emotio-
nale und kritische Eindrücke im Bundesstaat Schweiz einzuholen, der
zur Zeit vom »Schatten des 2. Weltkrieges« und seiner Diskussion
mitbestimmt war. Die Collage beinhaltet Statements von Politikern,
Intellektuellen, Künstlern, Bankiers, Auslandsschweizern und Diplo-
maten sowie typisch helvetische O-Töne.
1. WIR WOLLEN KEINE FREMDEN RICHTER HABEN
Zum Beispiel: Rütlischwur, Bundesbrief und politische Virilität
2. DIE LAGE WAR IMMER DRAMATISCH Zum Beispiel: Kalte und warme Kriege, Gold und Landesverteidigung
3. EIN MINUS BEI DER LEIDENSFÄHIGKEIT Zum Beispiel: Geschäfte, Krisen und die Ausländerfrage
4. WIR LEBEN ETWAS ANEINANDER VORBEI Zum Beispiel: Sprachen, Kantönli-Geist und Multikultur
5. JEDER IST EIN KÜNSTLER Zum Beispiel: Literatur, Kunst und Enthaltsamkeit
6. DIE STRUKTUREN HABEN SICH GEÄNDERT Zum Beispiel: Sachzwänge, die EU und das liebe Vieh
Eine einzige Hitlerey in Stein oder Die Schokoladenseite der Schweiz? Helvetische Ansichten collagiert von Robert Stauffer und Karlheinz Barwasser Realisation: die Autoren
Zum Thema Schweiz äußern sich: der Nationalrat Helmut Hubacher, die Schriftsteller Fabienne Pakleppa, Zsuzsanna Gahse, Jürg Amann und Kuno Raeber, der Installationskünstler Christoph Rütimann, der
Sprachuniversalien-Forscher Hansjakob Seiler, die Performance-Künstlerin Pipi- lotti Rist, der Schauspieler Peter Bramman, der Regisseur Tino Krattiger, die Malerin Elisabeth Mey-Seiler, die Studentin Simone
Wüthrich, der Politik- und Wirtschaftskor- respondent Anton Gälli, der Dekorationsgestalter Beat Römmel, der Landwirt Anton Raschle und die Schülerin Loretta. Zur Verwendung kommen u. a. Passagen aus der
Produktion »Cactuscrackling« von Christoph Rütimann und Fredy Studer. Eine Autorenproduktion im Auftrag des DeutschlandRadio und des Bayerischen Rundfunks. Spieldauer: 54:10 Stereo
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