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Sándor Weöres (1913-1989) gilt als einer der größten Dichter Ungarns;
er war auch Übersetzer, Essayist und Wissenschaftler gleichen Nive-
aus. Er hatte Recht, Philosophie und Ästhetik an der Budapester Uni-
versität studiert und widmete sich schon in jungen Jahren der Literatur.
Gegenstand seiner Dichtung ist die ganze Welt, die Vergangenheit bis
vor der Zivilisation, der Menschheit sogar, die Zukunft - Lichtjahre ent-
fernt. Mit der Universalität eines Renaissance-Dichters redet Weöres in
vielen Zungen, in Kunst- und Barbarensprachen. Seine Gedichte zeu-
gen von der Achtung der altertümlichen Philosophen, der Dichter und
ihrer Werke, vom Babylonier Gilgamesch bis zum Griechen Heraklit,
und sind in 16 Sprachen übersetzt. Zur Zeit des Stalinismus waren
seine Werke, mit Ausnahme der Kindergeschichten und Übersetzun-
gen, verboten, gewannen aber mit der Zeit immer mehr Anerkennung
im Ausland.
Neben seltenen Originalton-Aufnahmen von Sándor Weöres kommt in
diesem Porträt auch seine Witwe Amy Károlyi, selber erfolgreiche Au-
torin, zu Wort.
Allegro Barbaro
Ein Porträt des ungarischen Dichters Sándor Weöres von Karlheinz Barwasser und Robert Stauffer Sprecher: Gunter Schoß, Waltraud Kramm und Manfred Wagner Musik: Dániel Gryllus nach Texten von Sándor Weöres
Schnitt: Tina Emmerling und Karlheinz Barwasser, Ton: Ingeborg Kiepert Regieassistenz: Irene Fischer, Regie: Karlheinz Barwasser Redaktion: Torsten Enders, Produktion: Deutschlandsender Kultur © 1992
Spieldauer: 52:38 Stereo
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